Gespräch mit Hartmut von Hentig

Schule neu denken?

Hartmut von Hentig

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Pressestimmen

Sindelfinger/Böblinger Zeitung: 23.05.2009, von Matthias Staber

Impulsgeber und streitbarer Geist

„Ist die Frage ernst gemeint?”: Gleich bei der ersten Frage, „haben Schüler das Recht, für bessere Bedingungen zu streiken?”, macht Hartmut von Hentig deutlich, dass er für rhetorische Spielchen nicht zu haben ist: „Diese Frage meint doch eigentlich: Komm, sei doch mal mitempört mit uns!”

Natürlich würden Schüler dieses Recht haben, erläutert der 83-Jährige. Aber: „Mir als Schüler wäre es nie in den Sinn gekommen, für mehr Schule zu streiken. Wo kommt das denn her, dass heutige Jugendliche für die Ansprüche der Gesellschaft streiten anstatt für ihre eigenen?”, spielt von Hentig den Ball an die beiden Moderatorinnen Melanie Stürner und Monja Müller zurück. Die reagieren gelassen und machen schon durch Blickkontakt und Körpersprache deutlich, dass sie für die Rolle des Stichwortgebers für einen prominenten Gast nicht zu haben sind. Natürlich sei die Frage ernst gemeint.

Dieses Gespräch wird spannend: Das zeigen schon die ersten Minuten. Auf der einen Seite eine der großen Impulsgeber des pädagogischen Diskurses in Deutschland, Erfinder der Laborschule Bielefeld, in der seit den Siebzigern revolutionäre pädagogische und didaktische Konzepte ausprobiert werden, präsent in den Medien, wenn es um Schulfragen geht, dessen Bücher nach wie vor auf den Leselisten deutscher Pädagogik- und Lehramtsstudenten eine zentrale Rolle spielen: Hartmut von Hentig, geboren 1925 in Posen, mit 83 Jahren rhetorisch brillant, sich gefallend in der Rolle des altersweisen Mahners, „auf den ja leider keiner hört.”

Auf der anderen Seite zwei Zwölftklässerinnen, die jenes Selbstbewusstsein ausstrahlen, das heute Schüler aus dem oberen Leistungsniveau auszeichnet. „Wer prominenten Menschen auf Augenhöhe begegnet, knickt vor keinem lebendigen Menschen mehr ein”, lautet das didaktische Credo. Melanie Stürner und Monja Müller haben keine leichte Aufgabe. Sie navigieren den schmalen Grat zwischen gebotenem Respekt vor dem 83-Jährigen und der Aufgabe, die interessanten Thesen herauszukitzeln: Hartmut von Hentig lässt sich ungern unterbrechen, weiß um seine rhetorische Fähigkeiten, redet sich jedoch bisweilen von Hölzchen zu Stöckchen, verliert den Faden, muss neu ansetzen, argumentiert allzu oft anekdotisch statt analytisch.

Das hat seinen Preis: Im Rahmen von 90 Minuten kommen Stürner und Müller nicht durch ihren ganzen Fragenkatalog. Unterm Strich kommen dennoch die wesentlichen Thesen zu den Themen Schule und Bildung pointiert auf den Tisch: eine beachtliche Leistung der beiden Schülerinnen.

Dr. Harald Braun Dr. Helmut Ranacher Dr. Herbert Honsowitz
Berthold Huber Hans-Werner Busch Andreas von Buelow
Goldberg aktuell-Logo
Klaus Pflieger Clemens Binninger Dr. Joachim Walter
Daoud Nassar Heinz Fromm Uwe Hück
Jürgen Rose Dr. Dieter Hundt Berthold Huber
Alexander Smoltczyk Beate Bube Hartmut von Hentig
Dr. Rüdiger Grube Boris Palmer Martin Schulz
Rudolf Dreßler Hermann Scheer Peter Bofinger
Oswald Metzger Jens Lehmann Rudolf Bosch
Volker Schebesta Mordechai Ciechanower Wolfgang Welsch
Marianne Birthler Sylvia Kotting-Uhl Hans Joseph Zimmer
Cacau Herbert Honsowitz Gabriele Warminski-Leitheußer
Dr. Volker Kefer Winfried Hermann Winfried Kretschmann

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